Warum hatte ich die Idee, die Borderline Störung in ein Spiel zu “verpacken”?

 

Sobald wir Menschen im Spielmodus sind, das gilt auch für Therapeuten und Fachleute, für die dieses Spiel auch entwickelt wurde, vergessen wir den Ernst der Angelegenheit. Ein Spiel bietet uns die Gelegenheit uns hinter den Anforderungen des Spiels zu “verstecken”.
Im Side-by-Side Spiel werden Therapeuten zu Angehörigen oder Betroffenen. Sie werden plötzlich mit einer völlig anderen Sichtweise auf die Borderline Störung konfrontiert. Die von Ihnen gewohnte professionelle Maske fällt innerhalb des Spiels, Therapeuten dürfen Ihre Erfahrungen mit Angehörigen oder Betroffenen spielerisch umsetzen. Ihre Erlebnisse und Ihre Wahrnehmung von Betroffenen oder Angehörigen darstellen. Somit werden neue Kommunikationswege und auch das Verständnis für die “Rolle” des anderen Menschen geöffnet.
Das selbe gilt für Betroffene oder Angehörige, die auf einmal, innerhalb des Spiels, in die Rolle des Therapeuten schlüpfen.
Sobald wir unsere gewohnten Rollen verlassen, können wir nur auf das was wir von den anderen Menschen wahrnehmen, an-nehmen und erwarten, zurück greifen.
Wieviel davon mit dem wirklichen Leben und Er-Leben der anderen Menschen übereinstimmt, erfahren wir in diesem Spiel. Es soll helfen jeden Spieler, in jeder seiner Lebensrollen, einen anderen Blick, eine andere Wahrnehmung auf die Borderline Störung zu bieten. Es soll helfen, Verständnis, Empathie und vor allem Kommunikation zu fördern.
Auf trialogischer Grundlage, in dem sich Menschen auf Augenhöhe und in einer ungezwungenen Situation, der des Spiels, begegnen.
Ich wünsche mir sehr, das wir unser Fundingziel erreichen.
Eine angedachte Erweiterung ist der digitale Fachmann, der digitale Betroffene und der digitale Angehörige. Als Apperweiterung 😉
So können wir den Spielern auch einen direkten Weg zur Mit-Gestaltung des Spiels bieten. In dem die Vorschläge direkt mit aufgenommen werden.
Die Tester (auch die Kliniken, die das Spiel getestet haben) hatten viel Spaß beim Spielen. Wichtig ist, das sich hier niemand zu ernst nimmt. Lachen ist gesund und die beste Medizin. Vor allem Angehörige (ich bin selber eine aus dieser Gruppe und darf das sagen) sollten sich selber nicht immer zu ernst nehmen. 😉
In diesem Sinne wünsche ich mir, das viele Menschen dieses Projekt unterstützen und Spaß beim Spiel haben. Vor allem wünsche ich mir, das auch Therapeuten sich trauen, dieses Spiel zu spielen und uns hier zu unterstützen.
Die Förderbeiträge werden auf einem Treuhandkonto eingezahlt. Sollten wir unser Ziel verfehlen, bekommen alle Förderer Ihre Beiträge wieder ausgezahlt.
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Sabine Thiel